Sternbilder – Die Alpen bei Nacht; Nicholas Roemmelt, Eugen E. Hüsler, Marco Barden; Frederking & Thaler Verlag

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Eine wohltemperierte Mischung aus purer Freude und Ehrfurcht…

Wer noch kein Fan der wundervollen Alpenregion sein sollte, kann es angesichts der herausragend schönen Fotos der Alpen bei Nacht werden. Ein Bild schöner als das andere, jedes löst die Freude aus. Und sehr viele davon wecken auch eines: bewundernde Ehrfurcht. Beispielsweise die Drei Zinnen vor der Galaxis, in der auch unser Planet sich bewegt. Also der Milchstrasse. Unter den Auswirkungen von Luft- und Lichtverschmutzung bekommt der Betrachter dieser Fotos einen überwältigenden Eindruck davon, wie, sorry, mir fällt kein anderer Begriff ein, auch wenn ich nicht Rosamunde Pilcher heisse, wunderschön der Sternenhimmel ist. Beziehungsweise sein könnte. Siehe oben, Stichwort ~verschmutzung.

Die Berggipfel mit den weit unten liegenden Tälern, deren Ansiedlungen mit ihren Lichtern vergeblich versuchen, gegen die schiere Pracht am Himmel in Konkurrenz zu treten. Nebelschwaden, die aus dem Tal hoch wabern und von den Gipfeln im Licht des Tagesanbruchs überragt werden. Nur schön.
Die Texte sind informativ, gleichzeitig unterhaltsam. Aufgeteilt ist der Bild-/Textband in vier Kapitel entsprechend der vier Jahreszeiten. Zu Beginn eines jeden Kapitels werden auch die in der jeweiligen Jahreszeit am besten identifizierbaren Sternbilder, also die mit Namen belegten Konstellationen der Sterne vorgestellt. Man sollte also nicht in den Gedanken verfallen, der Titel wäre eine Art Sternbild-Atlas.

Im letzten Textabschnitt gibt einer der Autoren (Nicholas Roemmelt) zehn hilfreiche Tipps, wie der Amateur-Fotograf eventuell ähnliche Bilder auf den Speicherchip seiner Digital-Kamera bekommt.

Der Titel ist sozusagen ein Stern am Himmel der Alpen-Bildbände.