• Die SONNE in der Abenddämmerung

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Vier Sterne? Fünf Sterne? Oder lieber doch gleich in die Sonne?

In 70 Jahren vom einfachen Landgasthof mit drei Tischen, 12 Sitzplätzen zu einer wahren Wohlfühl-Abschalt-Verwöhn-Oase. Dass kann als absolut positive Entwicklung bezeichnet werden.

Die ‚singende Sonnenwirtin von Mellau‘ wandelt leider nicht mehr auf dieser Erdkugel. Aber ihre Enkelin, Natalie Läßer und ihr gesamtes Team verfolgen nach wie vor das Motto von Margreth Bischofberger „Der Gast ist König“. Und das mit absoluter Konsequenz.

Der Gast ist hier wirklich König. Angefangen bei dem nicht nur sehr freundlichen, sondern herzlichen Empfang an der Rezeption über den gesamten Mitarbeiterstab vom Hausmeister über die Damen, die für die Sauberkeit der Zimmer verantwortlich sind bis hin zu den Mitarbeitern im Spa-Bereich und dem Team im Service. Zum Spitzenpersonal der Küche später noch ein paar Worte.

Das Sonne Lifestyle Resort im Bregenzer Wald

Der erste Eindruck bei der Fahrt von Dornbirn durch den Bregenzerwald nach Mellau ist etwas befremdlich. Auf der Strecke stehen neben alten Häusern im Alpenbarock streng geometrisch-rechteckige Neubauten. Alle mit dem Naturbaustoff Holz ausgestattet. Dahinter steht kein offiziell diktiertes Konzept. Es passt aber und fügt sich bestens in die schöne Landschaft ein.
Dieses architektonische Neben- und Miteinander wird auch in und an der Sonne weitergeführt. Neben dem ‚alten‘ Gasthof (es ist ein originalgetreuer Nachbau der alten Dorfwirtschaft, in dem zum Glück das Parkett in den Gasträumen und der Kachelofen aus dem Original erhalten blieb) erstreckt sich streng geometrisch der 2008 fertig gestellte Neubau. Er bietet Raum für insgesamt 46 Zimmer. Super, kein 500-Betten-Bunker. Die Zimmer selbst, jeweils mit einer Größe zwischen 35 und 45 m² sind ebenso angelegt. Keine Erkerchen, Holz-Putten an der Wand, keine Balkönchen, sondern Balkons. Das verarbeitete Material geht von Eichenholzböden im Schlaf-/Wohnbereich über Mobiliar aus Naturholz, italienisches Feinsteinzeug in den Bädern samt separater Toilette über weitere Hölzer und natürlichen Materialien im ganzen Haus. Demnach auch im Konferenz- und Tagungs­bereich. Er verfügt über zwei Seminarräume für bis zu 200 Personen. Vor den Veranstaltungs­räumen ist eine separate Bar mit gemütlichen Sitzgruppen und Zugang zur Terrasse.

 

 

Die Spa-Landschaft, teils auch Privat

Der Spa-Bereich ist mit 1.500 m² Gesamtfläche für die Zimmerzahl mehr als ausreichend groß. Wobei es weder im Außen- noch im Innenbereich an Liegen mangelt. Der Ruheraum im Nacktbereich verfügt sogar zusätzlich über einige Wasserbetten. Wer hier keine Ruhe nach dem Saunagang findet, dem ist nicht zu helfen. Apropos Ruhe: Eltern mit Kindern unter 14 Jahren können die Sonnen­strahlen leider nicht geniessen. Ebenso wenig wie Hund, Katze oder Papagei . Die Sonne ist ein Hotel für Erwachsene, die sich erholen wollen.

Neben den Behandlungsräumen für nach meiner Zählung elf verschiedene Bäder, 15 Massagearten von Hot Stone über Thaimassage, Lomi Lomi Nui etc. wird ein Edelstahl-Pool mit Sommer wie Winters 32° C warmen Grander-Wasser und den Außenmaßen von geschätzt 11 mal 6 Metern geboten. Der nachts abgedeckte Außen-Pool geht direkt in den Innen-Pool mit weiteren 7 mal 6 Meter über. Ein Planschbecken ist was anderes. Der im Freien befindliche Whirlpool, in dem geschätzt zehn Personen Platz finden ohne sich in die Quere zu kommen ist aus dem gleichen Material. Im ganzen Haus wird nur Grander-Wasser genutzt. So auch in diesen Becken.
Im Nacktbereich gibt es das klassische Dampfbad, ein Kräuterdampfbad, eine Duftsauna mit 60°, eine finnische Sauna mit 90°. Ein Eisbrunnen fehlt ebenso wenig wie Schwallduschen usw. Für jeden Geschmack also das Passende. Im bekleidungstechnisch nicht ganz so freizügigen Indoor-Poolbereich wird nochmals ein Dampfbad angeboten. Die Penthouse Design Zimmer in der obersten Etage bieten neben einer Badewanne und einem Bidet eine noch großzügigere Dusche. Die jederzeit zum Dampf­bad umfunktioniert werden kann.
Dass im Wellness- und Fitnessbereich auch genügend Geräte für die „Ich-mach-mich-Fit-und-Fertig-Fraktion“ vorhanden sind, versteht sich bei diesem Haus von selbst. Für Wintersportler gibt es natürlich einen beheizten Raum für die Ski- und Snowboard-Ausrüstung.

 

 

Mellau – Damüls – DAS Skigebiet auch für Familien

Anmerkung: in Mellau (710m über NN) wird ab Dezember 2015 eine neue 10er-Gondelbahn zum Skigebiet betriebs­bereit sein. Von dort geht es im Verbund mit Damüls weiter hinauf in eine Skiregion, die mit 29 Liften 110km Pisten verschiedener Schwierigkeitsgrade in bis zu 2050m Höhe erschließen.

Ein interaktiver Pistenplan mit Live-WebCams ist unter der Internetadresse

http://ski2.intermaps.com/damuels/skimap_touch.asp?lang=de

zu finden.

Direkt vor der Sonne ist die Haltestelle für den Ortsbus.
Zwischen ca. 8:30 bis 13:00 und von 15:00 bis 17:00 Uhr pendelt der Bus im 10-Minuten-Takt zwischen Talstation der neuen Gondelbahn und der Sonne.
Im Klartext: die Sonne ist auch ideal für einen genussvollen Winter- und Skiurlaub.

 

Die Küche – DER Genuss

Damit der Annehmlichkeiten nicht genug. Zum Genießen gehört zweifelsfrei das leibliche Wohl. Und hier wird dem Verwöhnfaktor dann die Krone aufgesetzt. Angefangen bei dem äußerst opulenten Frühstücksbuffet mit allen möglichen Wälder Käse-, Wurst-, Schinkenangeboten, knusprig gebratenem Speck, Rührei etc., alle möglichen Anti Pasti, zahlreiche frischen Brot- und Semmel­sorten, Croissants über Joghurt, Obstsalate, süße Sachen, Teilchen und Kuchen. Was ich zum ersten Mal gesehen habe: die Wurst, Käse usw. werden in einer Art Schublade mit Glasdeckel präsentiert. Also nichts mit einmal kurz drüber husten.
Für die Hausgäste wird nachmittags von 14:00 bis 16:00 Uhr auch noch eine Wälder Late Lunch von herzhaft bis süß offeriert.

Die Krönung ist dann das Fünf-Gänge-Menu am Abend. Jürgen Klocker, der Küchenchef, hat sein Handwerk, besser seine Kochkunst auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen unter anderem der Chrystal Cruises erlernt. Er hat mit Küchenkünstlern wie Paul Bocuse, Daniel Bouloud, Culinary Chefs von der Kochschule Le Cordon Bleu in Paris, Wolfgang Puck (seit Jahren ist es bei den Oscar-Organisatoren Tradition, das Wolfgang-Puck mit dem kulinarischen Teil, dem Festessen jeder Oscar-Verleihung, zu beauftragen), Anton Moisiman (er erhielt verschiedene Auszeichnungen, unter anderem verlieh ihm Königin Elisabeth II. 2004 den „Order of the British Empire“ für seine Verdienste um die britische Gastronomie), Andre Soldner und anderen gekocht.
Kurzum, was in der Küche gezaubert wird und die netten Damen vom Service auf den Tisch bringen, ist anbetungswürdig! Einfach zum Niederknien!!
Die Sonne wird mit vollem Recht im Gault Millau aufgeführt…

 

 

Das Ambiente wird durch die Mitarbeiter untermauert

An der Stelle erlaube ich mir ein ganz besonderes Danke an das gesamte Service-Team! Selten sind wir mit so viel Spaß an der Arbeit, so nett, freundlich und aufmerksam bedient worden.
Aus der Küche werden keine Portionen à la „Schnitzel nach Wiener Art“ in der Größe von Elefantenohren serviert. Stattdessen fünf zu- und aufeinander passende Köstlichkeiten. Ein einziges Beispiel: Avocado-Räucherlachs-Aufstrich mit Vintschgerl – pochierter Lachs auf wildem Spargel mit Dillschaum und Kaviar – Rinderconsommé mit Leberknödel – Medaillon vom rosa gebratenen Kalbsfilet an Kräuterrahmsauce mit Blattspinat, Karottenbündchen und Polentanockerl – Passionsfruchttörtchen mit Mangosorbet und Ananassalat – Käse vom Buffet aus der Käsestraße Bregenzer Wald.
Hinweis: wenn niemand zuschaut, lohnt es sich absolut, den Teller unfein aber doch abzulecken… Wenn jemand hinschaut, lohnt es sich ebenso! Ich schreibe das aus eigener Erfahrung…

Fazit: auf den ersten Blick scheinen die Kosten, die abgerechnet werden, ziemlich hoch. Wer aber so realistisch ist und die gebotenen Leistungen gegenüberstellt, wird merken, dass die Belastung der Kreditkarte mehr als berechtigt ist.

Ein Hinweis noch, für diejenigen die per Auto von Lindau kommend anreisen: wer den krassen Unterschied zwischen dem Bodensee und der nur ein paar Kilometer entfernten Voralpenregion auskosten will, sollte durch Bregenz Richtung Dornbirn fahren. Am Ortsende von Bregenz resp. Ortsanfang von Lauterach, direkt hinter der Brücke über die Bregenzer Aach ist eine Ampelkreuzung. Dort steht rechter Hand ein großes Gebäude mit einem Sutterlüty-Lebensmittelmarkt und einem Volvo-Autohaus. Hier nach links abbiegen Richtung Bregenzerwald. In dem Fall vermeidet man nämlich den 3,5km langen Tunnel von Dornbirn nach Alberschwende, der seit 2009 fertig ist. Stattdessen erreicht man Alberschwende über den Losenpass, der entlang der Bregenzer Aach in die Höhe führt. Vorsicht: die Österreichischen Polizisten haben ausgesprochen viele Laserpistolen zur Geschwindigkeitsüberwachung, es stehen auch ein paar stationäre Blitzanlagen gut versteckt in der Landschaft. Österreich langt bei Tempoüberschreitung ebenso herzhaft zu wie die Schweiz! 26km/h zu schnell kosten aktuell 80,00 €. Und dann geht’s aufwärts bis 600,00 €…
Das durch Einhalten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit gesparte Geld wird viel besser in einen zusätzlichen Tag in der Sonne investiert!

Die drei Tage in Mellau, von hier aus faktisch um die Ecke, waren eher eine Zufallsentdeckung. Aber wir werden es auf jeden Fall so halten, wie es ein Schweizer Ehepaar aus dem Kanton Zug geäußert hat: wir waren das erste, aber ganz sicher nicht das letzte Mal in der Sonne!

Sonne Mellau Website

 

Das Copyright der Fotos liegt bei der SONNE oder Wolfgang Scharfenberger