Microsoft OneNote 2016 & 2013, Den digitalen Office-Notizblock effizient nutzen,Stefan Wischner, Markt & Technik

237 Seiten für das verkannte Juwel

Zum Lieferumfang diverser MS-Office-Versionen seit der 2003er gehört OneNote. Aber wer kennt es, wer nutzt es schon? Dabei sind die gebotenen Möglichkeiten, besser gesagt die Arbeitserleichterungen mit jeder OneNote-Version besser und intuitiver zu bedienen geworden. Wobei zugegebenermaßen der Einstieg nicht ganz einfach ist. Nicht etwa, weil die Bedienung des Programmes von den Office-Grundlagen abweicht. Im Gegenteil, wer mit Word umgehen kann, seien es so profane Dinge wie Textbereiche Fett oder kursiv gestalten, sei es Tabellenerstellung, Tabellenmanipulationen, Bilder einfügen, skalieren, verschieben etc., der weiß gleichzeitig wie solche Dinge in OneNote erledigt werden.
Eventuelle Schwierigkeiten macht der Gedankenansatz in OneNote.
Es ist ein Programm, welches die gelben PostIt-Zettelchen, die überall rumkleben, die Notizen auf der Rückseite von Briefcouverts, im Kalender oder sogar in einem Papier-Notizbuch überflüssig macht.
Wie viele Notizbücher angelegt werden, eines für beruflich bedingte Notizen, eines für Privates wie Rezepte oder Blumenpflege, eines für den Verein und eines für schulische Angelegenheiten, das ist OneNote egal. Wie diese Notizbücher dann unterteilt und organisiert werden, beim Schulnotizbuch beispielsweise ein „Kapitel“ (bei OneNote „Abschnitt“ genannt) für Mathe, ein weiteres für Biologie und noch eines für Geschichte etc., auch das ist OneNote egal. Wie lang eine Notiz wird, nur ein paar Stichworte oder ganze Romane, mit oder ohne Bilder, mit manuell gezeichneten Skizzen (per Maus gezeichnet oder per Touchscreen) egal. Verknüpfungen zu Dateien, Ausschnitte aus Internet-Seiten oder gleich komplette Seiten, egal. Notizen im Team zur gleichzeitigen Nutzung mit Anderen – egal. Das Zusammenspiel zwischen speziell OneNote und Outlook, aber auch Word, Excel, PowerPoint etc., alles erklärt Stefan Wischner Schritt für Schritt. Auch die Nutzung von OneNote unter Android, iOS, Windows Phone oder auf einem Mac wird erläutert. Knapp zwar, aber doch. Und so weiter, und so weiter.

Soweit die Begründung, weswegen ich behaupte, dass OneNote ein verkanntes Juwel ist.

Wer die hervorragenden Möglichkeiten von OneNote nicht nur kennen lernen, sondern effektiv nutzen will, investiert mit der Anschaffung dieses Buches knapp 20,00 Euro in enorme Zeitersparnis. Alles in Farbe, alles bebildert, alles verständlich beschrieben. Mit diesem Buch bringt der Anwender OneNote endlich zum brillieren.

Geeignet ist das Buch auch für die 2010er-Version von OneNote. Soweit man sich von den dort etwas anders gestalteten Symbolen nicht irritieren lässt.

Der einzige Punkt, der meines Erachtens nicht nur zu kurz gekommen ist, sondern komplett fehlt, ist eine Erklärung, wie vorhandene Notizen, die bisher mit Evernote oder einem ähnlichen Programm verwaltet wurden, in OneNote übertragen werden können.

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