FileLocator Pro (Mythicsoft Ltd.)

Der FileLocator Pro ist für jeden halbwegs ernsthaften und erst recht für jeden ernsthaften Windowsanwender ein absolutes MUST-HAVE. Schlicht genial, zeitsparend, effektiv, Probleme lösend.

Drei von vielen möglichen Beispielen:

Viele Programme kleistern während der Installation die Festplatte mit bis zu 70 Sprachdateien zu. Wobei Vietnamesisch oder Zulu in unseren Breitengraden eher selten genutzt werden. Auch der gute CCleaner ballert um die 60 Sprachdateien auf die Platte. Selbst wenn man angegeben hat, dass bei der Installation die deutschsprachige Oberfläche installiert werden soll.

Meistens landet dieses Sammelsurium an Sprachdateien in einem Unterordner unterhalb des Ordners, in dem die Anwendung selbst installiert wird. Dieser Unterordner trägt dann meist eine Bezeichnung wie ‚language‘ oder Ähnliches.

Mit dem Filelocator Pro lässt sich dann nach Angabe des Laufwerkes, welches inklusive aller Ordner durchsucht werden soll (meist das Laufwerk C:) und Eingabe der zu suchenden Zeichenkette „*lang*.“ (ohne die Gänsebeine) jeder Ordner und Unterordner aufspüren, der in seinem Namen irgendwo die Zeichenfolge ‚lang‘ trägt. In rasender Geschwindigkeit werden all diese Ordner zusammengesucht, in einer übersichtlichen Liste, die sich nach jedem Kriterium sortiert anzeigen lässt, angezeigt. Ein Doppelklick auf einen der gefundenen Ordner startet den Windows Explorer mit diesem geöffneten Ordner. Daraufhin lassen sich die unnötigen Sprachdateien löschen. Die notwendigen Deutschen tragen in ihrem Namen irgendwo die zwei Zeichen DE oder GE. Die Dateien mit US und/oder EN sollten auch nicht gelöscht werden. Manche Programme bestehen auf diesen englischen Sprachdateien. Können sie nicht gefunden werden, verweigern sie den Start.

Zweites Beispiel: es wird eine Word-Datei gesucht, die vor einigen Jahren erstellt und gespeichert wurde. Aber wo, in welchem Ordner und auf welchem Laufwerk befindet sich der Ordner mittlerweile überhaupt? Das Einzige, was ausser dem Dateityp noch in Erinnerung ist: im Dateinamen kommt irgendwo die Zeichenkette ‚model‘ vor. Also wird in das Eingabefeld für den Dateinamen die Suchzeichenkette ‚*model*.doc*‘ eingetippt. In verständliches Deutsch übersetzt bedeutet das: suche alle Dateien, die in den Ergänzungszeichen auf jeden Fall die drei Buchstaben ‚doc‘ tragen, egal, ob es eine Word-Datei im alten Format ‚doc‘ oder im neuen Word-Format ‚docx‘ ist. Der eigentliche Dateiname kann egal wie beginnen (symbolisiert durch das erste *). Auf jeden Fall müssen aber die fünf Zeichen ‚model‘ im Dateinamen in dieser Reihenfolge vorkommen. Ob nach diesen fünf Zeichen noch weitere kommen, ist egal (symbolisiert durch das * nach den Zeichen ‚model‘. Es wird noch der mögliche Speicherort angegeben. Sollen mehrere Laufwerke und/oder Ordner durchsucht werden, werden diese Laufwerke/Ordner in der Eingabezeile „Suchen in:“ jeweils durch ein Semikolon voneinander abgetrennt angegeben. Suchlauf mittels der Schaltfläche „Starten“ auslösen, ein paar Sekunden warten – Fertig!

 

Drittes, letztes Beispiel: vom Dateinamen ist gar nichts mehr in Erinnerung. Aber: die gesuchte Datei wurde entweder mit Word oder Excel erstellt. Möglicherweise wurde sie auch als PDF-Datei gespeichert. Und, das ist noch bekannt, irgendwo in der Datei kommt der Begriff „Bodensee“ vor. Und nun??

Mit dem FileLocator kein Problem. Bei „Dateiname:“ wird als zu suchenden Namen eingegeben „*.doc*; *.xls*; *.pdf.“.Auf Deutsch: suche alles, was vom Dateinamen her egal wie benannt wurde (erstes * vor dem Punkt). Als Dateiergänzung muss aber ‚doc‘, ‚xls‘ oder ‚pdf‘ stehen, Ob danach noch ein viertes Ergänzungszeichen kommt oder nicht, das ist egal (letztes * nach ‚doc‘ beziehungsweise ‚xls‘. In den so definierten vom Typ her zu suchenden Dateien muss aber der Text ‚bodensee‘ vorkommen. Ob davor irgendetwas steht (symbolisiert durch das * vor dem Begriff ‚bodensee‘ und ob danach noch irgendetwas an Zeichen kommt (symbolisiert durch das * nach ‚bodensee‘), das ist wiederum egal.
Schaltfläche „Start“ anklicken, ein paar Sekunden warten – Fertig!

Der FileLocator Plus erlaubt auch jede Menge weiterer Suchkriterien. Dateigrösse, den mehr oder minder genauen Zeitpunkt der Dateierstellung, -änderung oder des letztmaligen Dateizugriffs etc. Diese extrem flexiblen Möglichkeiten, den etwaigen Zeitraum zu definieren stehen auf der Registerkarte ‚Datumsangaben‘ zur Verfügung.

Ebenso einfach können eventuell bekannte Dateiattribute der zu suchenden Datei(en) angegeben werden. Und so weiter und so fort.

Zugegeben: ein paar gute, alte Kenntnisse vom Betriebssystem MS-DOS über den Einsatz und die Bedeutung der Wildcards * und ? sind schon sehr hilfreich. Aber sich das durch Nachlesen anzueignen sollte kein Problem sein.

Mythicsoft bietet zwar auch eine kostenfreie Version namens FileLocator Lite an. Aber durch die äusserst flexiblen Möglichkeiten, den FileLocator Pro nach gespeicherten Informationen suchen zu lassen, auch gezippte Dateien, JAR, RAR, 7Z-Dateien und weitere komprimierte Formate, Outlooks PST-Dateien durchsuchen zu lassen, durch das Tempo, in dem der FileLocator dann sucht (und FINDET!!) ist grandios.

Die Kosten für die Pro-Version von 59,95 US-$ sind im Vergleich zur eingesparten Arbeitszeit und vor allem auch des eingesparten Ärgers minimal.

 

zur Website von Mythicsoft

Filelocator Pro