Firefox Kurztest, Südkurier „click!“, Wolfgang Scharfenberger | Firefox, Kurztest, Wolfgang Scharfenberger, Südkurier, click, click!

Bilder einer Web-Ausstellung

Die Geschwindigkeit passt schon mal: In einem Tempo-Leistungs-Test musste sich die neue Version vier des Alternativ-Browsers Firefox nur dem ebenfalls neuen Internet Explorer 9 in der 32bit-Version geschlagen geben – um kaum messbare 50 Millisekunden. Selbst Googles Browser Chrome, bislang Tempokönig, kommt da nicht mehr mit.Doch Geschwindigkeit ist auch bei Internet-Navigationssoftware eben nicht alles.

Darum haben die Firefox-Entwickler von der Mozilla-Stiftung bei ihrem Vierer auch die Oberfläche komplett überarbeitet, bei der Grundinstallation weitestgehend abgespeckt. Firefox 4 präsentiert sich schlicht, aufgeräumt, teilweise ebenso transparent wie zahlreiche Fenster des Betriebssystems Windows 7. Selbst die altbekannte Menü-Leiste am oberen Rand ist verschwunden. Sie wurde durch den bei Anwendern allerdings umstrittenen „Firefox-Button“ links oben ersetzt. Die schon länger bekannten Tabs, die erscheinen, wenn mehrere Internet-Seiten zugleich geöffnet sind, stehen jetzt wie bei anderen Browsern auch oberhalb der Eingabezeile für eine neue URL. Damit soll der Weg für den Mauszeiger bei Eingabe einer neuen Internet-Adresse verkürzt werden. Die Statusleiste am unteren Fensterrand ist ebenfalls der aufgeräumten Darstellungsweise zum Opfer gefallen.

Auch das ist neu:

3D-Optik: Bei der Darstellungsweise der Übersicht mehrerer geöffneter Internetseiten haben sich die Mozilla-Mitglieder offensichtlich von Apples Safari inspirieren lassen. Diese werden mit einem nett anzuschauenden 3D-Effekt optisch in der räumlichen Tiefe gebogen angezeigt. Wird die URL, also Adresse, einer bereits geöffneten Seite eingetippt, macht Firefox 4 durch Aufklappen eines Dropdown-Menüs, in der diese URL angeboten wird, darauf aufmerksam. So kann das entsprechende Tab-Fenster sofort aktiviert werden.

Pinnwand: Die beim Browser-Start automatisch zu öffnenden Internetseiten lassen sich durch einen Klick auf die rechte Maustaste und dem Befehl „Als App-Tab anpinnen“ definieren.

Programm-Überprüfung: Bei der Installation über eine bereits vorhandene Version wird automatisch überprüft, ob die dort vorhandenen Add-Ons, also Zusatzprogramme, zum neuen Firefox kompatibel sind. Wenn nicht, werden sie deaktiviert. Einige bisher nur per Add-On verfügbaren Möglichkeiten sind jetzt bereits von vornherein integriert – beispielsweise der Abgleich der eigenen Lesezeichen oder gespeicherte Passwörter. A propos Add-On: Es gibt noch nicht alle für die Vierer-Version. Verwaltet werden die Zusatzprogramme jetzt nicht mehr in einem eigenständigen Fenster. Sie zeigen sich vielmehr als Tab direkt im Browser.

Maulkorb für Spürhunde: Ob das neue Feature ‚Do-not-track‘ (auf Deutsch: „Nicht nachverfolgen“) wirklich etwas bringt, muss sich erst noch herausstellen. Denn die Seitenbetreiber, die sogenannte Tracking-Cookies auf der Festplatte des Besuchers ablegen, um ihn bei weiteren Besuchen identifizieren zu können und seine Surfgewohnheiten zu ermitteln, müssten den Wunsch, nicht nachverfolgt zu werden, auch respektieren. Ein Gesetz, das sie dazu zwingt, gibt es freilich nicht. Deshalb wird es wohl kaum einer tun.

Das meint Click!

Brauchbar und empfehlenswert. Zwar startet das Programm spürbar langsamer als Google Chrome. Danach überholt es den Google-Browser aber locker. Die neue Oberfläche benötigt etwas Eingewöhnungszeit, lässt sich danach aber gut bedienen.Hier gibt’s Firefox 4

www.mozilla.com/de/firefox/

Achtung, nur die für Ihr Betriebssystem vorgesehene Variante nutzen und nur hier downloaden! Links von Fremdseiten führen meist zu einer speziell an diese angepassten Version – oder zu einem teuren Abo.

[Link zum Original-Beitrag: Südkurier SK Plus]

 

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