Aus den Anfängen der Rhätischen Bahn, Iso Camertin, Peter Pfeiffer, AS Verlag

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GPS? Gewaltige Tunnelbohrmaschinen oder hydraulisch betriebene Kräne? Gerüstbaufirmen? Gab es alles nicht…

und dennoch haben es die Schweizer mit Hilfe ihrer Arbeiter, die zumeist aus Italien kamen, geschafft, eine der schönsten Bahnstrecken der Welt zu bauen.
Wer schon einmal mit der Rhätischen Eisenbahn von Landquart über Davos durch den Albula-Tunnel nach St. Moritz oder auch von Chur nach Arosa gefahren ist, kommt aus dem Staunen und der Bewunderung für die Leistung und mindestens im selben Maß die Landschaft nicht mehr raus. Da ist schon der Begriff „einfach grandios“ stark untertrieben.
In diesem Bildband aus der Reihe ‚Bahnromantik‘ wird die Entwicklungsgeschichte, der Bau und die sich dabei ergebenden Probleme in zahlreichen Schwarz/Weiß-Photos dokumentiert. Die bisher nicht veröffentlichten Photos stammen Grossteils aus privaten Sammlungen und verdeutlichen nicht nur die technische Meisterleistung der Planer und Arbeiter, sondern auch deren alltägliches Leben im Gebirge. Und auch den durch die Eisenbahn ermöglichten Aufschwung der Hotellerie und des Tourismus in Graubünden, im Engadin.
Die begleitenden Texte sind sehr informativ und unterstreichen die Eindrücke, die die Photos wachrufen. Kunstvolle Holzgerüste über hunderte Meter tiefe Schluchten, Arbeiter die in einer verlorenen Tunnel-Öffnung mitten in einer senkrechten Felswand stehen, alte Dampf-Loks mit ihren angehängten Salon-Wagons, elegant gekleidete Damen und Herren an verschiedenen Bahnhöfen, Pferde-Omnibusse, die die vornehmen Gäste erwarten, der Nobel-Kurort St. Moritz in der Zeit des durch den Eisenbahnanschluss ermöglichten Aufschwung.
Das Buch ist auch für Nicht-Eisenbahnfans grandios. Es verdeutlicht eindrücklich, weswegen große Teile des Streckennetzes der Rhätischen Bahn zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

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